DIYs,  Upcycling

Kamera-Wandlampe im Retro-Look

Das war mal ein aufwändiges Projekt. Einige Kameralampen hatten mein Mann und ich ja bereits gebaut, aber diese war echt eine kleine Herausforderung. Wie ich finde, hat sich der Aufwand aber gelohnt (sieht mein Mann anders, er hatte aber auch deutlich mehr Arbeit).

Da jedes Kameramodell sowohl von außen, als auch von innen sehr unterschiedlich sein kann, kann ich hier keine universelle Anleitung bieten, aber zumindest eine Idee vermitteln, wie man eine solche Lampe bauen kann und was für Arbeit dabei auf einen zukommt.

Hinweise

Dieses Projekt sollte man wirklich nur angehen, wenn man ausreichend Kenntnis von Elektronik hat und handwerkliches Geschick, Ausdauer und Geduld mitbringt.

Wahl der Kameras

Bei der Auswahl der Kameras sollte man unbedingt auf den Objektivanschluss achten, da sonst die Fassung nicht hineinpassen könnte oder man eine Menge zu schleifen hätte. Bei meinen Kameras waren das M40, M42 und ein „Exakta“-Bajonett.

Wahl der Fassungen

Man kann natürlich auch andere E27 Fassungen nehmen, als die, die ich gewählt habe. Meine genutzten eignen sich aber gerade für Kameralampen optisch hervorragend, da durch das Metall und die Schraubringe auf der Fassung, der Eindruck eines Objektivs entsteht. Ein kleiner Nachteil ist hingegen, dass sie nicht ganz so leicht auseinanderzubauen sind und ich sie bezahlbar auch nur in China zu kaufen gefunden habe. Beim Versand gab es bei mir ein kleines Problem, was nach kurzen Kontakt mit dem Verkäufer aber schnell begonnen wurde und ich habe die Fassungen dann sogar ohne Zuzahlung per Expressversand  zugesendet bekommen.

Material

  • 3 Retro-Kameras (bspw. Praktiflex, Ihagee Exa, Contax)
  • 3 E27 Fassungen
  • 3 Filament LEDs
  • Kabelbinder
  • Feinmechanik-Schraubendreher
  • Montagekleber
  • Wago-Klemmen
  • Metallpfeilen
  • Zange
  • Bohrmaschine

Kosten & Zeit

  • Kameras: ~ 35 €
  • Fassungen: ~ 35 € (Preis schwankt gelegentlich)
  • Arbeitszeit: > 5 h 

Anleitung

1. Zu Anfang müssen die Kameras ausgeweidet werden. Hauptsächlich geht es darum, genügend Platz für die Fassung und die Kabel inkl. Wago-Klemmen zu schaffen. Mit Hilfe der Feinmechaniker-Schraubendreher kann man schon eine ganze Menge ausbauen, danach muss man  eventuell etwas Zerstörungswut walten lassen – mit Zange Metall herausbrechen , mit der Bohrmaschine Teile „wegbohren“ oder pfeilen.

2. In zwei der Kameras oben und unten Öffnungen für die Kabelführung finden oder bohren. In die dritte Kamera muss lediglich in die Unterseite ein Loch gebohrt werden. Bei zwei meiner drei Kameras konnten wir in die Stativ-Halterung bohren oder diese herausbauen, da diese genau mittig saßen.

3. Sie Vorderseite der Fassungen mit dem Montagekleber auf die Kameras kleben.

4. Nun folgt nur noch die Verkabelung: Dafür die Fassungen auseinandernahmen und ein Kabel zurecht schneiden um die Kabel an den Fassungen über die Wago-Klemmen miteinander zu verbinden.

Das Kabel mit dem Schalter und Stecker durch die Öffnung ziehen und mit einem Kabelbinder fixieren. Danach die Kermikfassungen und die Rückseiten der Fassungen von innen in die Kameras setzen und die Kabel mit den Wago-Klemmen verbinden. 

Klingt jetzt alles so schnell und einfach, ist es aber nicht. Wir haben da mindestens 5 Stunden dran gearbeitet.

Doch ich finde, das Ergebnis kann sich sehen lassen und rechtfertigt den Aufwand!

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